Im Erntefeld Gottes Suche nach Kontakten Auf unserer Kalendertour vor fünf Jahren fragten meine Begleiterin Hildegard und ich eine spanischsprechende Frau nach Bekannten im Quartier. So kamen wir in Kontakt mit einer Angolanerfamilie. Gerne nahmen die Leute einen portugiesischen Kalender an. Später zog die Familie in ein Nachbarhaus. Ich durfte der Frau regelmässig bei den Deutschaufgaben helfen. Dadurch lernten wir uns besser kennen.   Kleber und Heilige Schrift Die beiden Eheleute sind junge Christen und besuchen eine portugiesischsprachige Gemeinde in Zürich. Jesus Christus hat einen wichtigen Platz in ihrem Leben. Der Ehemann fragte mich bald einmal nach einem evangelistischen Kleber für sein Auto. Für seinen Schweizer Arbeitskollegen durfte ich eine Bibel besorgen. Wer wagt, gewinnt Katja, die Ehefrau, sagte allerdings nur zögernd zu, als ich sie vor zwei Jahren fragte, ob sie bereit wäre, selber einen oder zwei Kalender zu verteilen. Durch ein Missverständnis geriet dann einer der Kalender in die Hände einer Portugiesin aus der so genannten «Oberschicht». Er war für ihr Hausmädchen bestimmt gewesen. Die zufällige Empfängerin reagierte aber mit solcher Freude, dass meine Nachbarin nur danken und jubeln konnte. Nie hätte sich Katja getraut, von sich aus an jene Frau zu gelangen. Ermutigt durch diese Erfahrung und sicher auch gestärkt durch einen missionarisch orientierten Bibelkreis hat sie im letzten Jahr bereits fünf portugiesische und einen deutschsprachigen Tagesabreiss-Kalender weitergegeben. Vor kurzem hat sie einer Kolumbianerin die Bibel lieb gemacht und mich gefragt, wo diese eine kaufen könnte. Der Auftrag, das Evangelium zu verkünden, geht weiter. Die neue MEOS- Kalender-Aktion steht vor der Tür. Wir alle brauchen Ermutigung und Unterstützung, damit wir hingehen und das Evangelium zu Nachbarn und Freunden bringen! Ruth Brunner Im Erntefeld Gottes Rückblick und Ausblick Wir alle, die wir an der letztjährigen Kalenderaktion mitgemacht haben, sind erfüllt von vielen, meist schönen Erinnerungen. Wir durften das Wort Gottes weitergeben und am Leben unserer Mitmenschen Anteil nehmen. Uns beeindruckte die Gastfreundschaft der Fremdsprachigen, denen wir begegnet sind. Ja, es hat sich gelohnt Viele Jahre schon hatten wir an jener Haustüre geläutet. Immer vergebens. Die Frau war schroff, unfreundlich und abweisend. Als meine Kollegin und ich wieder in der Nähe sind, fragen wir uns: «Wollen wir da überhaupt läuten? Es bringt ja doch nichts. Nein, dieses Mal gehen wir definitiv vorüber.» In letzter Sekunde hält uns etwas davon ab und wir betätigen den Klingelknopf. Die Frau öffnet. Freundlich bringen wir unser Anliegen vor. Und siehe da, die Frau kauft zum ersten Mal einen Kalender und erst noch freudig. Unser Fazit: beharrlich bleiben, nicht aufgeben. Plötzlich ändert sich etwas im Leben der Menschen und sie werden offen fürs Evangelium. Freude, die bleibt Eine kurdische Irakerfamilie besuchen wir seit vielen Jahren mit unseren Kalendern. Sie sind sehr gastfreundlich und freuen sich jedes Mal über unseren Besuch. An unseren «Internationalen Abend» sind sie allerdings noch nie gekommen. Leider gibt es sehr wenig christliche Literatur in ihrer Sprache. Wir freuen uns aber, dass die Kinder mit grosser Begeisterung und seit vielen Jahren an der Kinderwoche unseres Dorfes teilnehmen. Der Älteste ist seit längerem der oberen Altersgrenze entwachsen. Er verblüffte uns dieses Jahr mit der Anfrage, ob er mithelfen dürfe. Das Team, in dem er mitgearbeitet hat, lobte ihn überaus. Er sei mit Freude und grossem Eifer dabei gewesen. Ja, manchmal führt Gott Menschen auf Wegen, die uns gar nicht in den Sinn gekommen wären! Freude herrscht in unseren Herzen. Diese Freude wollen wir behalten. Entscheidung Wieder ist es September, Zeit, um sich konkrete Gedanken über die diesjährige Kalenderaktion zu machen: Leute suchen, Kalender, DVDs und Traktate bestellen, Organisatorisches anpacken. Trotz all der schönen Erinnerungen kribbelt es in meinem Bauch. «Herr, muss das wirklich sein? Meinst du mich?» Eine andere Stimme tönt: «Was bringt es, die Leute sind eh verschlossen und wollen nichts.» Ja, der Kampf beginnt. Das ist typisch. Wenn wir uns für Gott aufmachen, meldet sich die andere Seite in unserem Innern und will uns entmutigen. So halte und klammere ich mich an die vielen Bibelstellen, die mich ermutigen. Ja, ich will Gott dienen! Auch in diesem Jahr. Rosmarie Büchi buechis@bluewin.ch Bald ist es Zeit, sich Gedanken über die bevorstehende Tagesabreisskalender -Aktion zu machen und mit den Vorbereitungen zu beginnen. Zwei engagierte Mitarbeiterinnen vom Zürichsee berichten über ihre Eindrücke und Erlebnisse. • Aktion mit der Gemeindeleitung absprechen (allgemeine und evtl. finanzielle Unterstützung gewinnen) • Zweiergruppen bilden (möglichst gemischt Mann/Frau) • Kalender und Rückwände in einer, evtl. in zwei Taschen übersichtlich einordnen (nicht zusammenstecken, da sonst Bilder zerkratzt werden) • Für Kinder etwas in Deutsch dabei haben • Evtl. Taschenlampe, Schreibzeug mitnehmen, um Abnehmer-Listen nachzuführen • In einem Mehrfamilienhaus am besten von oben nach unten arbeiten • Begrüssen und erklären, was man bringt • Nach Sprache fragen • Einen Kalender auf Rückwand legen und zeigen • Sagen, dass für jeden Tag ein Vers aus der Heiligen Schrift mit Erklärung darauf stehe • Ermutigen, Gottes Wort zu lesen • Bei Fragen nach dem Preis entsprechend Auskunft geben, freiwillige Spenden bis max. Kalenderkosten an-nehmen (einzelne Gemeinden verkaufen die Kalender) • Evtl. fehlende Sprache nachträglich bringen • Gespräch suchen; erklären, warum uns Gottes Wort wichtig ist • Einladung annehmen, wenn Leute darauf beharren; Ausnahme: eine einzelne Frau wird von einem Mann allein eingeladen • Falls Liste geführt wird, ergänzen mit neuen Kalenderbezügern und Weggezogenen • Teams gestaffelt arbeiten, damit genügend Material vorhanden ist. • Vor und während des Einsatzes beten Praktische Empfehlungen Anpassungen je nach Gruppe und Gemeinde vorbehalt Einsatztage  Montag bis Freitag, am Samstag früher aufhörenbeiten Einsatzperiode November und Dezember Einsatzzeit ab ca. 18.00 bis 20.00 oder 20.30 Uhr Seitenanfang MEOS