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Alle Welt ist zu uns gekommen  Wir können tatsächlich hier im Herzen der Bundeshauptstadt Weltmission betreiben. Wir bieten Bibeln, Neue Testamente, Schriften, Audio- CDs und DVDs in gut zwanzig Sprachen an. Am meisten brauchen wir Material in Arabisch, Persisch, Türkisch, Kurdisch und Englisch. Das «Willkommen» auf unserer Kartonwand und auch der Bibelspruch in vielen Sprachen ziehen Vorübergehende an. Geistlich suchende Menschen aus unterschiedlichen Nationen sind erstaunt, dass wir Bibeln in ihrer Sprache anbieten. «Inigile Moqadas» (neues Testament in Persisch) steht da. Fünf iranische Männer sehen die Aufschrift und kommen begeistert an den Stand. «Wir haben unser Leben lang eine Bibel in Persisch gesucht», erklären sie. Bestseller Die meisten der Interessierten stammen aus muslimischem Hintergrund. Eine Kurdin äussert sich begeistert, weil es den Jesusfilm auch auf Kurdisch gibt. Sie möchte ihn ihrer Mutter zeigen, welche Analphabetin ist. Seinen Finger auf das arabische neue Testament gerichtet, fragt ein Saudi, ob er dieses mitnehmen dürfe. In seinem Land sei das «Indschil» nicht erhältlich. Das arabische Neue Testament ist der Bestseller. Aufsteller des Tages Wir geben alles Material gratis ab mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass es auch wirklich gelesen, gehört oder angeschaut werde. Eine muslimische Familie aus Kuwait kommt vorbei. Sie nehmen eine Bibel und DVDs mit. Bevor sie wieder gehen, steckt die Frau meiner Kollegin Hedi eine 100- Franken-Note in die Tasche. Das sei für unsere gute Arbeit. Kontakte Manche Standbesucher möchten weiter Kontakt mit jemandem von uns und geben deshalb ihre Adresse an. Andere dürfen wir auf hilfreiche Internetseiten in ihrer Sprache hinweisen oder auf Gottesdienste in Arabisch, Persisch, Englisch oder Tigrinisch. So manche Freundschaft zu Muslimen hat am Bücherstand begonnen. Eine Gruppe glaubenstreuer Muslime ist von unserer Arbeit herausgefordert und hat mit einem eigenen islamischen Stand angefangen. Schriften und Rolexuhren Ein iranischer Geschäftsmann stellt viele Fragen zu unserem Glauben. Er ist nur für ein paar Tage in der Schweiz und fliegt dann zurück nach Teheran. Gerne nimmt er eine persische Bibel, den Jesusfilm und weiteres Material mit. Dann erkundigt er sich, wo er eine Rolex-Uhr kaufen könne. Ich begleite ihn zum Uhrengeschäft. Erstaunt fragt er: «Wie viele solcher Christen wie Sie gibt es hier in der Schweiz?» Der einzige Hinweis auf das Christentum seien bis jetzt leere Kirchen und Türme gewesen. Sie küsste die Bibel Für eine Frau aus Eritrea war unser Büchertisch das Ende einer langen Suche. Sie strahlte übers ganze Gesicht und küsste die in ihrer Sprache geschriebene Bibel immer wieder. Wie ermutigend sind auch die leuch- tenden Gesichter von Chinesen, die an unserem Stand endlich eine Bibel erhalten. Sprachgrenzen überwinden Ich kann mein Urdu/Hindi aus meiner Missionszeit in Pakistan gut brauchen. Die Pakistani, Inder und Nepali sind total überrascht, dass ein Schweizer in ihrer Sprache redet. Kürzlich kam ein Pakistani an den Stand. Er wollte eine Bibel in Urdu für seinen Vater. Es stellte sich heraus, dass er in der Schweiz aufgewachsen war und jetzt hier Sekundarlehrer ist. Evangelium für alle Obwohl Gott unserer Gruppe die Ausländer im Allgemeinen und speziell die Muslime aufs Herz gelegt hat, ist es unser Anliegen, dass ebenfalls Schweizer das Evangelium hören. Wir verteilen viele deutschsprachige Traktate, obwohl wir auch oft ein «nein, danke» als Antwort bekommen. Gleichzeitig erleben wir, dass vor allem Jugendliche mit der Kirche zwar «nicht viel am Hut haben», aber von Jesus angesprochen sind. Mein Wunsch Ich bin immer wieder neu berührt von der Möglichkeit, Menschen aus aller Welt durch den Einsatz am Büchertisch mit der frohen Botschaft zu erreichen. Ich freue mich, dass ich diesen Dienst zusammen mit Geschwistern aus verschiedenen Gemeinden und mit unterschiedlichen Gaben tun darf. Mein Wunsch ist, dass durch diesen Bericht Christen in anderen Städten ermutigt werden, eine ähnliche Arbeit anzufangen. Wir sind gerne bereit, mit Rat und Tat beizustehen. Betet, dass der ausgestreute Samen aufgeht. Markus Frauchiger Im ersten Korintherbuch, Kapitel 3, Vers 11, lesen wir: «Einen anderen Grund kann niemand legen ausser dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.» Dieser Bibelvers hängt am Büchertisch, den wir zwei Mal monatlich in Bern beim Käfigturm aufstellen, einem der zentralsten Orte der Berner Innenstadt. Weltmission in Bern Verantwortlich für den Büchertisch  Der Büchertisch wird von der AfA Bern getragen. Die AfA Bern, «Arbeitsgemeinschaft für Ausländer», geplanter Name «Arbeitsgruppe Interkulturell Bern» ist der örtlichen Evangelischen Allianz angeschlossen. Hedi Buchs von der «Gemeinde für Christus/GfC» – ehemals «Evangelischer Brüderverein» – und Markus Frauchiger, MEOS-Mitarbeiter, sind hauptverantwortlich. Helfer kommen aus verschiedenen Gemeinden. Die Bibeln und Schriften werden hauptsächlich von der GfC finanziert.