«Dürfte ich mit Ihrer Frau sprechen?» Das Telefon klingelt. Die Anruferin aus der Westschweiz bittet mich, sie mit meiner Frau zu verbinden. Die unbekannte Dame stellt sich ihr vor und beginnt bald, von ihren familiären Problemen zu sprechen. «Jemand hat mir erzählt, Jesus würde mir helfen, wenn ich seinen Namen anrufe. Wie soll ich das tun?» Meine Frau Deborah erklärt ihr einiges und betet mit ihr am Tele- fon. Später schliessen wir sie an unse- ren regelmässigen Gebetstreffen in unsere Gebete ein. Sie hat Angst vor den Folgen, wenn ihr Mann, ein ernst- hafter Hindu, herausfinden würde, dass sie mit uns Kontakt hat und zu Jesus betet. Wie es weiterging «Könnten Sie mich am Telefon unterrichten?» Deborah war einverstan- den und so fand ein wöchentlicher Bibelunterricht statt. Nach und nach begann Frau Y. an Jesus zu glauben, wenn auch im Geheimen. Da sie so eifrig war, mehr über Gottes Wort zu erfahren, verbrachte meine Frau viele Stunden am Telefon. Nach und nach veränderte die Kenntnis von Gott Frau Y. und sie tat einen weiteren Schritt. Wenn immer möglich, besuchte sie nun den Gottesdienst, unter anderem in Lausanne. Dies geschah alles immer noch ohne Wissen ihres Mannes. Beziehungskrise und Neuanfang Die familiären Probleme hatten inzwischen zugenommen und das Ehepaar trennte sich. Trotzdem vertiefte sich Frau Y. weiter in die Bibel und betete für eine gute Lösung. Sie wollte sogar getauft werden. Auch der Taufunterricht fand via Telefon statt, weil es kei- nen anderen Weg gab. Frau Y. nahm die biblische Lehre ernst und meldete sich noch vor der Taufe telefonisch bei ihrem Mann und einigen Verwandten. Sie bekannte ihre Bitterkeit ihnen gegenüber und entschuldigte sich für all ihre Fehler, die sie gemacht hatte. Sie war wirklich bereit für ein neues Leben mit Jesus Christus. Freude Schlussendlich kam sie nach Zürich und so durften wir sie im vergangenen Juni taufen. Die TCF-Gemeinde lobte und pries Gott, als sie vernahm, auf welche Art und Weise diese Frau zum Glauben gekommen war. Später nahm sie mit ihren zwei Kindern am Sommer-Bibelferienlager in Zweisimmen teil. Sie sprach auch mit ihrem getrennt lebenden Mann und erklär- te ihm, was sie nun glaubte und dass sie Jesus nachfolgen würde, auch dass sie in die Kirche gehe. Sie sagte ihm, sie würde alles vergeben und sei bereit, wieder mit ihm zusammenzuleben, wenn er sie nicht hindere, an Jesus zu glauben. Ihr Mann versprach das und so kam das Ehepaar wieder zusammen. Wir hoffen, dass durch das zeugnishafte Leben der Ehefrau auch ihr Mann eines Tages das Wort Gottes kennen lernen wird. Die Arbeit nimmt zu Frau Y. begann, ihren Verwandten aus ihrem Leben zu erzählen. Bei zerbrochenen Ehen wies sie auf Jesus hin. Durch sie bekamen wir zwei neue Kontakte mit Menschen, die auch das Wort Gottes hören wollten. Meine Frau bekommt immer mehr Arbeit, denn ihre Gabe ist es, in Weisheit zu raten und zu lehren. Inzwischen sind wir in Kontakt mit mehreren Personen, die Jesus im Geheimen nachfolgen. Wir brauchen viel Weisheit von Gott, um in diesen Situationen das Richtige zu tun. Jesus, der gute Hirte Es gibt viele «verlorene Schafe» und sie alle brauchen den «guten Hirten». Wir säen das Wort mit Tränen und erwarten dafür grosse Ernten. Deshalb ist eure Partnerschaft wichtig, sowohl im Gebet wie auch finanziell gegenüber unserer Mission. Gott möge euch segnen.. Antony mit Deborah Joseph tcfswiss@yahoo.com Im vergangenen Juni liess sich Frau Y. in der tamilischen Gemeinde «TCF – The Christian Fellowship» taufen. Vorausgegangen waren viele Gespräche, ein ausführliches Bibelstudium und eine intensive Begleitung – und dies alles am Telefon. MEOS-Mitarbeiter Antony Joseph erlebte dies hautnah mit. Seitenanfang MEOS
Neuanfang per Telefon