Sind wir bereit? Damit wir die Botschaft von Jesus Christus weitergeben können und sie auf offene Ohren trifft, müssen wir uns selbst auf die Einsätze vorbereiten: Den Morgen, bestehend aus persönlicher Stiller Zeit, Kleingruppenzeiten, Schulungen oder Andachten verbrachten wir in unserem Lagerhaus neben dem Zoo Zürich. Für unser Vorhaben war dies zentral, weil dadurch jeder im Glauben gestärkt und ermutigt wurde. Wir bekamen auch verschiedene Werkzeuge in die Hand, weil solche Einsätze sehr kreativ sein können – und manchmal die kleinen Dinge wie ein RedBull oder Soularium-Karten* ideal sind, um mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Zudem legten wir die Nachmittage in Gottes Hand und beteten für offene Ohren und Herzen, damit die Botschaft, die wir den Menschen bringen, auf fruchtbaren Boden fällt. Auf! Zu den Menschen! Nachmittags war «Training on the Job» angesagt und dank dem tollen Wetter waren viele Leute auf den Strassen anzutreffen. An einem Tag legten wir den Fokus im Speziellen auf asiatische Touristen. Ziel war es, sie in unserem Land willkommen zu heissen und ihnen die DVD «More than Chocolate and Cheese» als Geschenk zu überreichen, welche Informationen zur Schweiz und zum Leben von Jesus enthält. Eine unserer Gruppen sprach zwei junge Asiatinnen an, welche sich für die Schweizer Kultur und Religion interessierten. Sie nahmen die DVD gerne an und waren sichtlich erfreut, dass Einheimische Interesse an ihnen zeigten und Fragen beantworteten. Gleich nach der Begegnung beteten unsere Leute dafür, dass sie den Film anschauen und sich Gedanken zum christlichen Glauben machen würden. Das Verteilen dieser DVDs war uns wichtig, da diese Menschen in ihrem Land möglicherweise nicht so einfach an evangelistisches Material gelangen oder von Jesus Christus hören können. Einsatz in der Langstrasse Eindrucksvoll war der Einsatz in der Langstrasse, wo wir Frauen den Prostituierten (fast ausnahmslos Ausländerinnen) Rosen verschenkten und ihnen so Gottes Liebe näher brachten. Eine der Gruppen wollte nach erfolgloser Suche beinahe aufgeben, als sie in einer Seitengasse auf ein Lokal sties-sen, vor dem sich tatsächlich einige Prostituierte aufhielten. Unser Frauenteam musste gar nicht lange überlegen, auf welche Weise sie die Prostituierten ansprechen sollen, da diese beim Anblick der Rosen ganz von alleine auf sie zukamen. Gebet wurde dankbar in Anspruch genommen. Dieser Einsatz war jedoch eher schwierig, weil die Frauen sehr strikt überwacht wurden. Man gab uns zu verstehen, dass wir hier nicht bleiben sollen. Muslimen mit Respekt begegnen Einen der Einsätze führten wir mit «Christen begegnen Muslimen» durch. Dabei lernten wir, wie wir Muslimen mit Respekt begegnen können. Gerne erinnere ich mich an die junge Muslima, die am See sass und mir begeistert erzählte, wie sie den Ramadan feiern wird. Ich war wirklich beeindruckt; bei dieser Hitze ohne Essen und Trinken! Meine Frage, ob sie schon von Issa (Jesus) geträumt habe, hat sie verneint. Dennoch nahm sie die DVD «More Than Dreams» freudig entgegen. «Ein RedBull für deine Meinung» Die Aktion «ein Redbull für deine Meinung» hat bei den Leuten auf Zürichs Strassen besonders viel Anklang gefunden. Zum Start haben wir jeweils auf einer Wiese an der Bahnhofstrasse gesungen. Als ich mich nach dem Singen der Lieder umgeschaut habe, waren wir von Leuten aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen umstellt. Im Gegensatz zu den Schweizern wurden sie von unserer lebendigen Gesangsdarbietung angesprochen. Für uns war es nicht einfach mit diesen Menschen zu sprechen, denn sie konnten nicht immer Englisch oder Deutsch. Hier waren wir für die gute Zusammenarbeit mit MEOS sehr dankbar. Der Dank gehört Gott Es war grossartig, wie uns Gott während der ganzen Woche (mit Ausnahme vom ersten Tag) mit sonnigem Wetter beschenkte. An unserem letzten Einsatztag zogen dunkle Wolken auf, weshalb wir nochmals intensiv für einen Nachmittag ohne Regen beteten. Tatsächlich fiel während der ganzen Zeit, in der wir draussen waren, kein einziger Tropfen. Erst in dem Moment, als wir das Schlussgebet gesprochen hatten und unsere Taschen für den Rückweg fassten, begann es auf einmal zu regnen. Welch ein genialer Segen! In dieser Woche erlebten wir wie Gott seine Herrlichkeit über Zürich erstrahlen liess. Wir können auf über 150 tiefgründige Gespräche über den Glauben und mindestens 8 bewusste Entscheidungen für Jesus zurückblicken. Mit manchen von ihnen konnten wir Kontaktdaten austauschen und hoffen, sie weiter begleiten zu können. Lohnender Ferieneinsatz Bei den verschiedenen Einsätzen erhielten wir tatkräftige Unterstützung von unseren fünf Leitern (grösstenteils ISTL-Studenten), Sylvie Vogt von ISTL francophone und von zwei ausländischen ISTL-Studenten. Weiter bereicherte Jonathan Spörri unsere Gruppe sehr durch seine offene Art und seine unzähligen Erfahrungen aus der Missionsarbeit unter Ausländern. Für uns Teilnehmende hat es sich mehr als gelohnt, eine Woche unserer Ferien für diesen Einsatz herzugeben. Die Erlebnisse haben unseren Glauben gestärkt und uns erkennen lassen, wie zentral es doch ist, von unserem Glauben zu erzählen. Wir freuen uns sehr auf eine weitere ISTL-Einsatzwoche im nächsten Jahr! In praktischen Einsätzen oder bei der Evangelisation auf der Strasse wird Gottes Wirken spürbar. Auch in diesem Sommer wurden verschiedene Strasseneinsätze durchgeführt. So in Zürich – mit grossem Gewinn für die Teilnehmenden, weil ihre Beziehung zu Gott wuchs und für verschiedene Passanten, die das Evangelium hörten. Einige von ihnen begannen ein neues Leben. Farah Aeschlimann, Priska Jud und Mara Suremann berichten von ihren Erlebnissen während den Einsätzen. Seitenanfang MEOS
Sommereinsatz in Zürich   mit der besten Botschaft der Welt! *Soularium-Karten zeigen eine breite Auswahl an Bildern, die verschiedene Lebenslagen und Ereignisse ansprechen können. Passanten werden gefragt, welches Bild am ehesten ihrem Gottesbild entspricht oder was sie momentan bewegt, woraus sich ein Gespräch entwickeln kann. Was sind Sommereinsätze? Die Sommereinsätze im In- und Ausland sind für einzelne Personen und ganze Jugendgruppen geeignet. Bei den evangelistischen Einsätzen lernen die Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten, die beste Botschaft weiterzugeben, und trainieren diese gleichzeitig. Dies geht an keinem spurlos vorbei: die persönliche Beziehung wird an Kraft und Freude gewinnen. Zu erleben wie Menschen zum Glauben kommen, bestärkt die Teilnehmenden darin, einen evangelistischen Lebensstil zu leben. Sie werden motiviert und zur kreativen Weitergabe von Gottes Wort inspiriert. Die Gemeinden der Teilnehmer/-innen profitieren ebenfalls von den Sommereinsätzen, weil die Erfahrungen auch in der lokalen Gemeinde umgesetzt werden können. Weitere Informationen auf Facebook unter ISTL Sommereinsätze Zürich, auf istl.ch/missionseinsätze oder bei Christoph Schum: 076 376 08 50